Karriere­möglich­keiten in der Pflege

Nach der Ausbildung in einem Pflegeberuf gibt es viele Möglichkeiten, sich fortzubilden und zu qualifizieren – wer sich weiterbildet, darf zum Beispiel mehr mitbestimmen und trägt mehr Verantwortung. Karriere in der Pflege ist immer ein Lern- und Entwicklungsprozess: Nicht nur als Arbeitskraft, sondern auch als Mensch wird man dabei gefordert und gefördert.

Video

In der Pflege Karriere machen - Perspektiven

Ricardo macht es Spaß, Schüler am Fachseminar Pflege und Gesundheit zu unterrichten. Eveline ist begeistert vom hohen medizinischen Anspruch der Weiterbildung Fachkrankenpflege und von der guten Teamarbeit im OP. Oliver findet es toll, dass man mit dem dualen BA-Studiengang Pflege gleich zwei Abschlüsse machen kann.

Fortbildungen

Bei Fortbildungen lernt man an einem oder mehreren Tagen pflegerisches und therapeutisches Fachwissen, moderne Kommunikationstechniken oder erfährt mehr über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen. Die Veranstaltungen werden von Fortbildungsabteilungen und Instituten, Fachgesellschaften, Schulen und Experten angeboten.

Pflegerin Eveline und ein Kollege auf einer Fortbildung

Weiterbildungen

Weiterbildungen kosten mehr Zeit als Fortbildungen. Man muss dafür eine Ausbildung in einem Pflegeberuf und zum Teil einige Jahre Berufserfahrung mitbringen. Wer sich weiterbildet, vertieft und erweitert sein Fachwissen und kann hinterher in speziellen Fachgebieten arbeiten, zum Beispiel im Management, in der Intensiv- und Anästhesiepflege, sowie in der Fachkrankenpflege im Operationsdienst.

Studium

Wer parallel zur Ausbildung studieren möchte, hat eine große Auswahl an dualen Bachelorstudiengängen. Voraussetzungen sind in der Regel die Hochschulreife und eine Ausbildungseinrichtung, die mit einer Hochschule kooperiert.

Auch nach der klassischen Berufsausbildung kann man ein Studium anschließen. Bachelor- und Masterstudiengänge gibt es zum Beispiel für Fächer wie Pädagogik und Management; beim Studium der Pflegewissenschaft beschäftigt man sich mit der Praxis des Berufs, betreibt Pflegeforschung und entwickelt neue Pflegekonzepte.

Harry (32)
Intensivfachpfleger

Für mich war schon während der Ausbildung klar, dass ich unbedingt auf einer Intensivstation arbeiten will. Schwerkranke Patienten zu versorgen liegt mir. Auf unserer Station sind wir für Menschen da, die einen schlimmen Unfall hatten oder nach einer Krankheit im Koma liegen – oft erleben wir schwere Schicksale. Uns Pflegende schweißt das zusammen: Wir sind ein tolles Team.

Hildegard (49)
Pflegedienstleiterin in einer Pflegeeinrichtung

Vor elf Jahren ist unsere Pflegedienstleitung in den Ruhestand gegangen und ich wurde als Nachfolgerin vorgeschlagen. Erst habe ich gezögert, dann aber Ja gesagt. Heute weiß ich: Ein Team zu führen ist eine Herausforderung – aber eine Herausforderung, die mir gefällt. Geholfen hat mir dabei eine berufsbegleitende Qualifizierung für Leitungskräfte.

Sebastian (32)
Pflegepädagoge

Eigentlich wollte ich Sozialmanagement studieren. Ich musste allerdings einige Semester auf den Studienplatz warten. Meine Eltern haben mir geraten, in der Zwischenzeit eine Ausbildung zum Altenpfleger zu machen. Nach der Ausbildung habe ich eine Praxisanleiterausbildung gemacht  und danach Pflegepädagogik studiert. Das Tolle an meiner Arbeit ist, dass ich viel mit jungen Menschen zusammenarbeite und sie in den Beruf begleite.

Marianne (50)
Pflegedirektorin

Nach meiner Ausbildung habe ich zunächst mehrere Jahre gearbeitet, dann eine Station im Krankenhaus geleitet und später einen ganzen Bereich. Heute bin ich Pflegedirektorin. Rückblickend möchte ich keinen Tag in meinem Berufsleben missen, auch wenn es manchmal anstrengend war.