Work-Life-Balance

Familie und Ausbildung unter einen Hut bringen, Arbeit in Teilzeit oder Quereinstieg nach längerer Pause und wie unterstützen die Arbeitgeber? Hier geht es rund um die Themen Work-Life-Balance und alternative Ausbildungswege.

Beruf und Freizeit

Pflegekräfte sollen auch bei Schichtdienst und Wochenendarbeit ihr Privatleben mit dem Beruf in eine gute Balance bringen können. Wer sich nach Feierabend entspannen kann, bleibt gesund und zufrieden mit seinem Job. Viele stationäre und ambulante Einrichtungen unterstützen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei. Sie bieten zum Beispiel Fitnessprogramme, Betriebssport und Gesundheits-Checks an, damit die Pflegekräfte fit bleiben.

Einige Unternehmen veranstalten Aktionstage oder Workshops zu Themen wie Mobilität, rückenschonendes Arbeiten und gesunde Ernährung. In der Regel können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber Vereinbarungen darüber treffen, in welchem Umfang sie arbeiten. Das ist vor allem für Pflegekräfte wichtig, die Kinder haben und deshalb in Teilzeit arbeiten möchten. Manche Einrichtungen haben auch eigene Kindertagesstätten oder bieten eine Ferienbetreuung für die Kinder an.

Wer Kinder oder Familienmitglieder versorgen muss, kann seine Ausbildung auch in Teilzeit machen. Die Berufsausbildung verteilt sich dann über einen längeren Zeitraum. Statt drei Jahre kann die Ausbildung bis zu fünf Jahre dauern – die in der Ausbildung befindlichen Schülerinnen und Schüler müssen pro Woche weniger Stunden arbeiten.

Pflegekraft wirft einen Blick in eine Akte

Quer- und Wiedereinsteiger

Manche Pflegekräfte legen in ihrem Beruf einige Jahre Pause ein, zum Beispiel weil sie Kinder bekommen oder sich um kranke Familienmitglieder kümmern. Wiedereinsteigerprogramme und Schulungen helfen ihnen, den Weg zurück in den Beruf zu finden – auch wenn die Ausbildung schon länger her ist. Es lohnt sich, bei den Fachseminaren und Schulen nach Angeboten für Wiedereinsteiger zu fragen.

Alt werden im Beruf

Natürlich ist der Pflegeberuf anstrengend. Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen haben erkannt, wie wichtig es ist, sich nicht nur um Patientinnen und Patienten und Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch um ihre eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kümmern. Mit besonderen Programmen und Angeboten helfen sie den Pflegekräften, in ihrem Berufsleben lang gesund zu bleiben und die Freude am Job nicht zu verlieren. Viele stellen Pflegeteams aus unterschiedlichen Altersgruppen zusammen – junge Pflegende liefern dann neue Ideen und ältere Pflegende bringen ihre Erfahrung ein.