Gesundheits- und Krankenpflege­ausbildung

Video

Unterwegs mit Julia

Julia macht die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Den ganzen Tag im Büro sitzen ist nichts für sie. Sie hat Spaß an der Abwechslung in ihrem Beruf und dem tagtäglichen Kontakt mit Patientinnen/ Patienten und Kolleginnen/ Kollegen.

Die theoretische Ausbildung

In drei Jahren Ausbildung werden 2100 Stunden Theorie gelernt. Sie gliedern sich in vier Wissensbereiche:

  1. Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege für jedes Lebensalter sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  2. Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin
  3. Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften
  4. Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft

Der Unterricht findet in Blöcken statt, das heißt, dass die Auszubildenden abwechselnd einige Wochen lang arbeiten und einige Wochen lang zur Schule gehen. An den Schulen unterrichten Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerinnen und Pflege- und Gesundheitswissenschaftler mit pädagogischer Qualifikation.

Sarah (19)
Gesundheits- und Krankenpflegeschülerin

Ich möchte anderen Menschen helfen und habe deshalb mein Schülerbetriebspraktikum im Krankenhaus absolviert, in dem auch meine Mutter arbeitet. Ich fand es spannend, zu erfahren, was alles in einem Krankenhaus passiert. Und es hat mich beeindruckt, meine Mutter bei der Arbeit zu sehen – diese Seite von ihr kannte ich gar nicht! Sie hat wirklich ein Händchen für den Umgang mit ihren Patienten.

Die berufspraktische Ausbildung

Auszubildende

Die praktische Ausbildung erfolgt in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei Pflegediensten. Insgesamt müssen die Auszubildenden dort 2500 Stunden in verschiedenen Bereichen arbeiten:

Allgemeiner Bereich  (1750 Std.)

Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fächern Innere Medizin, Geriatrie (Altersheilkunde), Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie (Kinderheilkunde), Wochen- und Neugeborenenpflege,

Gesundheits- und Krankenpflege in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten.

Differenzierungsbereich (750 Std.)

Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie.

Die theoretischen Inhalte sind eng mit der praktischen Ausbildung verzahnt. Die Lehrerinnen und Lehrer der Krankenpflegeschule besuchen ihre Schülerinnen und Schüler regelmäßig bei der Arbeit. Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter begleiten und unterstützen sie im Berufsalltag und sind bei Fragen und Problemen für die in der Ausbildung befindlichen Pflegenden da.

Susanne (32)
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Früher hieß es immer, Krankenschwester zu werden sei eine Berufung. Am Anfang habe ich das nicht wirklich verstanden, aber mittlerweile spüre ich, dass unser gesamtes Team den gleichen Gedanken hat: Die Patienten stehen für uns im Mittelpunkt, bei allem, was wir tun. Um dem gerecht zu werden, brauchen wir Fachwissen und Professionalität.

Voraussetzungen zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege

  • die gesundheitliche und persönliche Eignung zur Ausübung des Berufes sowie
  • eine abgeschlossene zehnjährige Schulbildung oder
  • eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz

Mehr über die Ausbildung erfährt man in jeder Krankenpflegeschule. Wo sich die nächste Schule befindet, zeigt die interaktive Karte.

Günther (42)
Krankenpfleger in der Ambulanz

Die Ambulanz ist der Dreh- und Angelpunkt in unserer Klinik. Bei uns starten Diagnostik und Therapie. Jeder Patient kommt hier her, egal ob er eine Wunde, einen Knochenbruch oder einen Herzinfarkt hat. Das macht meinen Arbeitsplatz so vielseitig. Ich habe schon viel gesehen, aber nach 18 Berufsjahren kann ich eins sagen: Ich lerne nie aus.